Organspende(Handel) - noch ein "Aufregerthema"

Diskutiere Organspende(Handel) - noch ein "Aufregerthema" im Smalltalk Forum im Bereich Community; Krisentreffen zu Organspenden Regt mich alles nicht mehr auf, bzw. ärgert mich nicht mehr - habe heute Abend meinen (Organ)Spenderausweis durch...

  1. #1 Kerberos, 09.08.2012
    Kerberos

    Kerberos Guest

    Krisentreffen zu Organspenden

    Regt mich alles nicht mehr auf, bzw. ärgert mich nicht mehr - habe heute Abend meinen (Organ)Spenderausweis durch den Schredder geschoben.
     
  2. socke

    socke Guest

    Die Ironie dabei ist, dass die Regierung gerade die Krankenkassen dazu verdonnert hat zum Jahreswechsel alle Versicherten über Organspende und das Transplantationsgesetz zu informieren um die Zahl der Organspender möglicht zu erhöhen. Also da haben sie gerade einen richtigen Bock geschossen.
    Meines Erachtens kann der bereits angerichtete Schaden nur durch burtales Durchgreifen behoben werden und die Umgehungslösung, die ja wohl nicht wirklich eine ist, muss auf die ursprünglich dafür gedachte Organspende verlässlich zurückgefahren werden.

    Wobei ich mich frage, wieso im digitalen Zeitalter und der Möglichkeit mit Hubschrauber Organe zu transportieren man einen 2. Weg neben einer offiziellen Liste überhaupt braucht. Da kann das entnommene Organ noch so alt sein. Ein kompatibler Kandidat ist im Bruchteil einer Sekunde bei Abfrage gefunden und innerhalb kürzester Zeit kann das entnommene Organ zum Empfänger gebracht werden.

    Also wieso braucht man ein verkürztes Verfahren überhaupt? Verstehe ich nicht...
     
  3. #3 cardisch, 10.08.2012
    cardisch

    cardisch Erfahrener Benutzer

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    Moin,

    ICH kann euch das einigermaßen erklären (habe selbst ein Hornhauttransplantat und warte aktuell auf ein neues).
    Zuersteinmal finde ich es traurig, dass man (wenn man sich schon mit dem Thema auseinandergesetzt aht UND zum Schluß gekommen ist, dass ein Organspenderausweis etwas positives ist) wieder einen Rückzieher macht.
    Im Ernst: Es geht um Menschenleben und das einige Leute direkt oder indirekt (nennt sich Geld für die Forschung) einstecken ist verwerflich, genauso, dass ein Mensch mit Geld priorisiert wird, aber es ändert nichts an der Tatsache etwas grundsätzlich gutes zu tun.
    Zur Erklärung mit der "Verkürzung"..
    Normalerweise nimmt man von Leuten ab einem bestimmten Alter keine Organe mehr, die sind "verbraucht".... Aber bevor die in der Erde verrotten und ein Menschenleben retten können, setzt man sie ein.
    Natürlich gibt es auch einen finanziellen Anreiz (ich habe eine Summe von 110.000€ für eine Lungentransplantation gelesen, da reisst sich jedes Krankenhaus drum), aber das ist ein Problem der Fallpauschalen und der Unterfinanzierung im Gesundheitswesen.
    Seit meiner volljährigkeit habe ich einen Organspenderausweis, dass ich kaum zwei Jahre später selbst ein Transplantat benötigen würde, habe ich nicht ahnen können.
    Aber für ie Verfehlung einelner sollte man nicht "unschuldig" in Not geratene Menschen "bestrafen"..
    Ich jedenfalls behalte meinen und werde weiterhin Werbung dafür machen...
    Denkt mal darüber nach !!!!!

    Gruß

    Carsten
     
  4. #4 Meister Proper, 10.08.2012
    Meister Proper

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    Dem kann ich nur zustimmen!
     
  5. socke

    socke Guest

    Das ist sehr löblich. Ich stimme Dir auch voll und ganz zu. Dennoch, aus Sicht der Öffentlichkeit, ist das jetzt so richtig dumm gelaufen. Auf der einen Seite soll für die Organspende kräftig Werbung gemacht werden, die Krankenkassen sollen das übernehmen (die haben ja auch die Daten) und dann wird gerade das Thema so negativ in der Presse besetzt.
    Das bietet natürlich jetzt mal den Anreiz, wie es denn sein kann, dass ausgerechnet zu einem solchen ungünstigen Zeitpunkt das Thema hochgekocht wird. Ich gehe davon aus, es ist wie üblich. Wann immer die Medienberichterstattung eine Story wittert, wird es auch eine Story. Niemand, na ja wenige, hat zuvor Christian Wullf interessiert. Dann jedoch war er von außerordentlichem Interesse und sowas Dummes, in der Vergangenheit gab es ein paar schwarze Flecken auf der weißen Weste.
    So sieht es jetzt wieder aus. Ein paar wenige beuten Spender wie Suchende schamlos aus (die Gier hat die Menschheit einfach noch nicht überwunden) und schon ist das ganze Prinzip in Verruf.

    Dennoch frage ich mich, die ist für mich auch noch nicht wirklich beantwortet, wieso man ein Beschleunigungsverfahren braucht.
    Ob ein Organ "fast" verbraucht oder noch "gut" ist, ist doch völlig egal für den Prozeß der Entnahme, der Operation und der Auswahlkriterien.
    Da kann das völlig identische Instrumentarium der Organspende genutzt werden. Wieso ist das "normale" Verfahren nicht schnell genug, irgendwie kapiere ich das nicht.
     
Thema: Organspende(Handel) - noch ein "Aufregerthema"
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