Leistungsschutzgesetz - Kampf David gegen Goliath

Diskutiere Leistungsschutzgesetz - Kampf David gegen Goliath im Smalltalk Forum im Bereich Community; Wau! Ein US-Unternehmen versucht mit aller Macht ein Gesetz der Bundesregierung zu kippen. Nun, es ist nichts Neues wenn Wirtschaftszweige...

  1. #1 socke, 28.11.2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28.11.2012
    socke

    socke Guest

    Wau!
    Ein US-Unternehmen versucht mit aller Macht ein Gesetz der Bundesregierung zu kippen.

    Nun, es ist nichts Neues wenn Wirtschaftszweige Lobbyarbeit leisten und Gesetze mithelfen vorzubereiten, sogar ganze Textpassagen selber verfassen. Finde ich zwar auch nicht ok, ist aber bekannt.

    Hier ist nun neu, dass ein Unternehmen seine Macht nutzt ein Gesetz komplett zu verhindern. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass deswegen unsere Abgeordneten schlaflose Nächste haben werden.

    Um was es geht?
    Die klassischen Printmedien haben dieser Tage, wie man ja auch aus den Nachrichten erfahren durfte, Probleme in der sich geänderten Medienlandschaft zu behaupten. Verschiedene Printmedien schreiben große Verluste und verschwinden vom Markt. Nun regen sich die anderen auf, dass Google bei Suchergebnissen bereits Inhalte von Seiten anzeigt auf welche verlinkt wird.
    Das ist noch nicht das Ärgernis, doch das Google neben dem Suchergebnis Werbung platziert und dafür Geld bekommt ohne den Printmedien davon etwas abzugeben, dass ärgert sie.

    Und genau das hat nun das neue Gesetz ins Leben gerufen (also muss die Lobbyarbeit der Printmedien gut funktioniert haben). Das Gesetz soll nun dafür sorgen, dass Suchmaschinenbetreiber zwar verlinken dürfen aber eben nicht mehr Inhalte im Suchergebnis anzeigen. Damit entzieht das Gesetz Google womöglich die Werbeeinnahmen weil die Werbekunden dafür nicht bezahlen werden.

    Leztlich geht es darum, dass Google Geld macht, aber die Printmedien nicht und die wollen was vom Kuchen abhaben. Das würde passieren weil ich dann tatsächlich auf den Link im Suchergebnis klicken muss um die Information lesen zu können, die ich eigentlich suche. Damit lande ich auf der ursprünglichen Informationsseite, also bei den Printmedien und die werden natürlich auch neben der Information Werbung platzieren und damit dann Geld verdienen.

    Kurz um:
    Die Kunden werden dann bei Google abgezogen und wandern zum ursprünglichen Informationsanbieter.
    Ergebnis: Mission erfolgreich beendet - Gesetz erreicht was die Medienanbieter wollen
     
  2. #2 raptor49, 28.11.2012
    raptor49

    raptor49 Erfahrener Benutzer

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    Pro google und contra Leistungsschutzmist. Ohne google news würde ich ca 70 % der Artikel gar nicht lesen. Alles schön übersichtlich bei google verlinkt. Und die Wirtschaftlichen Probleme der Verlage, können nicht das alleinige Problem der onliner sein.
     
  3. #3 areiland, 28.11.2012
    areiland

    areiland Erfahrener Benutzer
    Moderator

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    Bevor man vorschnell urteilt, sollte man auch mal nachsehen was Google tatsächlich anzeigt:

    Unbenannt.jpg

    Also gerade mal die ersten beiden Zeilen des Artikels - dann gehts erst auf der Seite des Urhebers weiter. Die Verlage wollen am liebsten für diese kostenloses Werbung noch vergütet werden. Wenn sie nicht auftauchen wollen, wäre es ein Leichtes das zu unterbinden, ich sage nur Robots.txt. Es wäre wünschenswert, wenn Google die ganzen Verlage ein für allemal aus seinem Index entfernt. Dann haben sie was sie wollen, allerdings auch keine Klicks mehr. Denn, kein Suchergebnis - keine Klicks.
     
  4. #4 Meister Proper, 28.11.2012
    Meister Proper

    Meister Proper Erfahrener Benutzer

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    Da siehst Du etwas grundverkehrt.

    Google kassiert Geld mit einer Meldung die Andere recherchiert und erstellt haben.

    Durch Adwords fließen automatisiert bereits beim Aufruf der gefundenen Seite Gelder an Google, der Verlag hat noch nichts davon.

    Die Verlinkung soll nicht verboten werden, sondern jeder der davon (im monetären Sinn) profitiert soll auch dafür zahlen.
    Das betrachte ich als legitim.

    Blogs und andere, nicht kommerzielle, Dienste sind davon nicht betroffen.

    Kampagne gegen Leistungsschutzrecht - Googles scheinheiliger Kampf - Digital - Süddeutsche.de
     
  5. socke

    socke Guest

    Ich tendiere auch mehr zu der Meinung von Mr. Proper. Die Information, die z.B. von areiland gelesen wird ist von anderen erbracht worden. Doch den Erlös aus Werbung streicht Google alleine ein.
     
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