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  1. #1 Xwin7userX, 28.07.2012
    Xwin7userX

    Xwin7userX Erfahrener Benutzer

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    STOPP INDECT
    Stopp INDECT - Schluss mit dem europischen berwachungswahn - Online Petition
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    Anonymous - Operation INDECT [german] - YouTube
    Anonymous - Was ist INDECT? (INDECT - It will be that! Don't let it come!) [german] - YouTube

    Schon wieder hat die EU ein Projekt um sämtliche Menschenrechte zu untergraben!
    Mit INDECT soll jeder EU-Bürger im realen wie im virtuellen Leben überwacht werden. Dabei wird jeder unter Generalverdacht gestellt, was wohl kaum mit der Unschuldsvermutung zu vereinen ist. Die Personen werden dabei mit Kameras gefilmt, biometrische Daten erfasst, mit sozialen Netzwerken abgeglichen usw. Falls sich jemand "verdächtig" verhält, wobei "verdächtig" von der Maschine definiert ist, wird er/sie näher untersucht und evtl. mit Drohnen verfolgt.

    Mit diesem Projekt ist die EU echt viel zu weit über das Ziel hinausgeschossen!

    Zitat: "Wer seine Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu erlangen, der wird am Ende beides verlieren." Benjamin Franklin
     
  2. #2 Kerberos, 28.07.2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28.07.2012
    Kerberos

    Kerberos Guest

  3. socke

    socke Guest

    Das muss ich nicht verstehen, oder?
    Wer bei FB die ganze Welt an seinen Stuhlgang teilhaben lässt, sollte kein Problem mit fliegenden Drohnen haben.

    sorry:
    Das ist nicht persönlich gemeint...

    gemeint ist:
    FB ist, neben Google vielleicht, der größte Datensammler überhaupt. Wer bei FB ist der verrät mit jedem Klick mehr von sich.
     
  4. socke

    socke Guest

    Sämtliche? - Das ist übertrieben!
    Menschenrechte

    und mal hier auch etwas neutraler:
    INDECT
    Übrigens: Das BKA beteiligt sich nicht - nur mal so nebenbei
    Das Novum und das ist in der Tat bedenklich ist die Predetektion über immer wieder neu justierbare Parameter. Leidenschaftslos wertet eine Maschine die vordefinierten Parameter aus. Schlimmer noch wäre nur noch ein selbstlernendes System, welches irgendwann vielleicht mal auf die Idee kommen könnte jede Gewalttat dadurch vermeiden zu können den potentiellen Täter als Variable aus der Gleichung zu nehmen. Das wäre dann wohl der Tag des jüngsten Gerichts.

    Tatsächlich ist es ja bereits heute so, dass an prominenten Orten (z.B. Bahnhof, Flughafen) aufwendige Überwachungsanlagen installiert sind. Die Innenstadt von London ist geradezu mit Kameras zugepflastert. Das führte dann in den Bezirken zu einer starken Reduktion von Gewalttaten aber gleichzeitig auch zu einer Verlagerung in Gebieten, die nicht überwacht werden.

    Es ist ein Balanceakt. Eine solche Technik hat besonders starken Zuspruch wenn kurz zuvor ein Terrorakt zu einer hohen Opferzahl führt, der durch eine solche Technik hätte vermieden werden können. Die Technik würde gnadenlos abgelehnt wenn ein Unschuldiger ins Raster passt und letztlich ums Leben kommt (z.B. durch Polizeibrutalität beim Verhöhr, etc. ).

    Bedenklich ist das Datamining. Im Regelfall entwickeln sich Menschen haben temporäre Meinungen, die sich gerne auch mal ändern. Beim Datamining wird das womglich komplett ignoriert und so entstehen Persönlichkeitsprofile, die nicht der Person entsprechen, für die sie erstellt werden.

    Weiterhin völlig fatal ist der Irrglaube, dass der Computer niemals irrt. Tatsächlich macht ein Computer das, was man ihm zuvor programmiert hat. Mit dem entsprechendem Know How ist es ein Leichtes Computerdaten zu manipulieren.

    Das macht eine solche Technik unberechenbar.
     
  5. #5 Kerberos, 29.07.2012
    Kerberos

    Kerberos Guest

    Dann hätte ich sicher ein Problem in meinem Bad ... :D

    Habe/hätte ich auch nie so aufgefasst :p

    Ich kann dir versichern, dass mein Profil dort "zu" ist; kannst aber gerne mal "schnüffeln", ob du etwas über mich dort findest - oder bei google :cool:

    Das ist auch gut so *lol*
     
  6. #6 Xwin7userX, 29.07.2012
    Xwin7userX

    Xwin7userX Erfahrener Benutzer

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    Ich gebe zu, das war ein bisschen überschnell hingeschrieben. Allerdings bin ich einfach genervt davon, was die EU da alles abzieht. Sobald ACTA aufgelöst ist, bringen die gleich etwas neues an die Oberfläche, für das sie auch schon ca. 15.000.000€ an Forschungsgeldern der EU ausgegeben haben!
    Trotzdem - Es werden schon einige Menschenrechte verletzt. Die Gleichberechtigung mag gut umgesetzt werden, da ja jeder gleich viel und aufdringlich überwacht wird.
    Die Freiheitsrechte werden allerdings ziemlich mit den Füßen getreten: "Freiheit von willkürlichen Eingriffen in die Privatsphäre" ist dabei nämlich überhaupt nicht gegeben.

    Bei den justiziellen Rechten wird wie ich schon sagte die Unschuldsvermutung außer Kraft gesetzt.

    Außerdem könnte auch die Selbstbestimmung (soziale Menschenrechte) beeinflusst werden, denn wer sich anders verhält als die anderen wird sofort genauer überwacht.

    Also alles in allem widerspricht INDECT den Menschenrechten doch ziemlich, die Unteilbarkeit der Menschnrechte ist dabei wohl kaum gegeben.
     
  7. socke

    socke Guest

    Da stimme ich Dir zu.
    Na ja, gut das die Presse es ans Licht führt. Das Projekt will ja eigentlich lieber im Geheimen arbeiten. Die 15 Mio. Euro sind für das Projekt, beginnend ab 2009 für die Dauer von 5 Jahren.
    Wenn man es mal streng sieht: Nein. Es werden durch die reine Überwachung und Sammlung von Informationen keinerlei Rechte beschnitten. Aber es wird dem Staat ein Instrument in die Hand gelegt, welches man dazu verwenden könnte Menschenrechte zu beschneiden. Man könnte z.B. die Versammlungsfreiheit einschränken.
    Wieso bist Du dieser Meinung? Nur weil jemand beobachtet wird? Das passiert heute schon. Wenn ich am Flughafen einen Koffer etwas länger unbeaufsichtigt lasse habe ich auch heute schon ruckzuck die Sicherheit am Hals. Die Rasterfahndung gab es z.B. in den 80er. Solange vor Gericht mir die Schuld nachgewiesen werden muss, wird die Unschuldsvermutung nicht außer Kraft gesetzt. Ich kann nicht erkennen, dass das bei INDECT geschehen soll. Weißt Du mehr?
    Unerwünschte Menschen würde man wahrscheinlich durch ihr auffälliges Verhalten schnell herausfischen können. AUch heute werden solche Menschen schon gegängelt. Dafür braucht man kein INDECT.
    Gefährlich ist es nur wenn es in falsche Hände gerät. Es kann aber ebenso auch zum Guten verwendet werden. Man denke an die vereitelten Kofferbomber in NRW.
     
  8. #8 Xwin7userX, 30.07.2012
    Xwin7userX

    Xwin7userX Erfahrener Benutzer

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    Wenn durch das laut der Maschine "verdächtige" Verhalten jemand gleich z.B. mit einer Kameradrohne überwacht wird, kann ich das nicht mit der Unschuldsvermutung vereinbaren. Würde das Verhalten wenigstens von Menschen analysiert werden, ginge das ja noch. Aber wenn die Maschinen anfangen über verdächtig und unverdächtig zu entscheiden, geht mir das zu weit.
    Ich bin kein Jurist und kenne mich mit dem Gesetz auch nicht sonderlich gut aus, es kann also gut sein, dass streng juristisch gesehen Du recht hast, trotzdem finde ich das auf keinen Fall eine gute Wendung!
     
  9. #9 socke, 30.07.2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30.07.2012
    socke

    socke Guest

    Macht es ein Unterschied, ob es eine Maschine ist?
    Das geschieht bereits heute jeden Tag in jedem Augenblick. Zum einen gibt es die stumpfe Aufzeichnung und Archivierung (z.B. Kamera bei Bankautomaten, Kamera an Tankstellen, etc.). Zum anderen gibt es die "aktive" Verfolgung durch einen Menschen (z. B. Kamera im Autotunnel, wenn z.B. jemand eine Parkbucht aufsucht oder aber Kameraverfolgung am Flughafen, im Bahnhof oder z.B. durch Bundesgrenzschutz bei Veranstaltungen, z.B. angekündigte Demo, Sportveranstaltungen (Bundesliga), etc.).

    Ich sehe nicht, wieso die Automatisierung an diesem Tatbestand etwas Unterscheidbares wäre.
    Das geht mir auch zu weit, aber nur aus dem Grund, dass der menschliche Faktor fehlt. Hier tut sich eher eine philosophische Diskussion auf. Trauen wir einer Maschine mehr als einem Menschen und wenn ja trifft das nur auf bestimmte Lebensbereiche zu? Ich denke mal, das niemand etwas dagegen hat, dass Bojen im Meer als Frühwarnsystem für Tsunamis verteilt werden. Das ist ein komplett maschinelles System, welches Alarm auslöst, wenn bestimmte Indikatoren es anzeigen. Nichts anderes, jetzt mal als Systemverhalten, wäre es wenn ein System "verdächtiges" menschliches Verhalten prüft.

    Wie gesagt, ich persönlich möchte das auch nicht, aber nicht weil es meine Rechte einschränkt sondern weil es von Menschen missbraucht werden könnte um meine Rechte einzuschränken.
    Das sehe ich genauso. Nämlich aus den folgenden beiden Gründen:

    - Ein solches System kann missbraucht werden um z.B. ein Versammlungsverbot durchzudrücken
    - Wird das System überreguliert und bekommt das System auch noch ein wenig "künstliche Intelligenz", das ist nicht so absurd, wie es klingt, kann das unerwünschte Nebeneffekte haben.

    Beispielszenario:
    Das System wird nicht nur mit passiven Überwachungsmöglichkeiten sondern auch mit aktiven Einheiten ausgestattet. So wäre vorstellbar, dass das System Drohnen bekommt, welche z.B. einen Elektroschock auslösen können. So könnte man programmieren, wenn das System "Gewalt" erkennt, z.B. weil sich 2 Menschen prügeln, dass dann eine Drohne die Beteiligten elektroschockt.

    Dann wird es gefährlich - wie gesagt, dann sind wir nicht mehr weit davon entfernt, dass uns die Maschinen kontrollieren und nicht umgekehrt.

    Wir haben heute ja schon viele Systeme, wo wir uns auf Maschinen verlassen.

    Beispiele?
    Wir verlassen uns auf die vielen kleinen Gadgets:
    - Der Eierkocher geht aus, wenn das Ei gekocht ist
    - ABS, EPS, Tempomat, Spurassistent, Einparkassistent arbeiten wie gewünscht
    - Das Dosierungsgerät für die Medikamentenzufuhr arbeitet wie gewünscht
    - Die Regelsysteme im AKW arbeiten wie gewünscht

    etc...

    Das das dann auch mal daneben gehen kann, wenn man mal an AKWs denkt, das sieht man z.B. an Fukushima. Da hat der Mensch wohl ein paar Dinge nicht beachtet als er das System entwickelt hat. Ich finde das Chaos dieser Welt (ich stehe auf dieses Chaos) kann man nicht regeln. Die Natur lässt sich kein X vor dem U machen. Aber wir Menschen lassen uns mit so einem Schwachfug wie INDECT offenbar gerne ein X vor dem U machen. Aber das realisiert kaum noch jemand, weil ja alle eh bereits bei Fratzebuch ihren Stuhlgang preisgeben.
     
  10. socke

    socke Guest

    um es kurz zu sagen:
    INDECT halte ich auch für den falschen Weg.

    Das macht so den Eindruck, als wenn SciFi Realität wird.
    durchaus im Bereich des möglichen....

    GATTACCA - nur wer die richtige DNA hat, kann was werden
    SUROUGATES - der Mensch lässt die Maschine rumlaufen und sitzt degeneriert daheim im Cyberstuhl
    I, Robot - eine KI dreht durch und bevormundet alle Menschen
    Minority Report - ein System deckt Verbrechen auf bevor sie geschehen
    Stirb Langsam 4.0 - der ultimative Hack legt ein Land komplett lahm
    (laut Homeguard ist das Szenario nicht weit von der Realität entfernt)
    Terminator 3 - ein Computer erkennt das die einzige Chance sich gegen die Abschaltung zu wehren die Vernichtung der Menschen ist

    skuril ist da dann schon eher:
    Der 200-Jahre Mann - eine Maschine will menschlich werden und schafft es irgendwann auch
    WarGames - ein selbstlernender Computer erkennt, dass der einzige Sieg darin besteht keinen Krieg zu führen
     
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