In Gedenken an die Toten

Diskutiere In Gedenken an die Toten im Smalltalk Forum im Bereich Community; Heute vor vierzig Jahren, am 5. September 1972, ereignete sich das Attentat in München, bei dem siebzehn Menschen ums Leben kamen, als ein...

  1. #1 Kerberos, 05.09.2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 05.09.2012
    Kerberos

    Kerberos Guest

    Heute vor vierzig Jahren, am 5. September 1972, ereignete sich das Attentat in München, bei dem siebzehn Menschen ums Leben kamen, als ein Befreiungsversuch der Münchner Polizei fehlschlug und im Desaster auf dem Flughafen München-Fürstenfeldbruck endete.

    München: 40 Jahre nach dem Terror | Attentat von München | Geiselbefreiung Flughafen München-Fürstenfeldbruck

    Nachtrag

    https://de.wikipedia.org/wiki/Geiselnahme_von_München
    Die Spiele der XX. Olympiade München 1972: Militärflughafen Fürstenfeldbruck am 6. September 1972
     
  2. #2 areiland, 05.09.2012
    Zuletzt bearbeitet: 05.09.2012
    areiland

    areiland Erfahrener Benutzer
    Moderator

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    Es war übrigens nicht München Riem - es war der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck, auf dem das eigentliche Drama stattfand: Flugplatz Fürstenfeldbruck!

    Es war schon schlimm, dass die deutschen Polizeibehörden ob der drohenden Gefahr keine Abwehr/Reaktionsstrategie hatten, aber dass sie trotz der latenten Gefahr keine ausgebildeten und bewaffneten Kräfte vorhielten - ist das schlimmste Versagen, dass sich deutsche Sicherheitskräfte jemals leisteten. Vor allem weil dieses Szenario im Fall 26, bei der Planung der Sicherheitsstrategie, beschrieben und durchgespielt worden war.

    Auch wenn es absolut schmerzlich war und zuviele unschuldige Leben kostete - letztlich hat es dazu geführt, dass deutsche Antiterroreinheiten zu den Besten der Welt gehören und bei ihrem wichtigsten Einsatz (Mogadischu - 1977) zeigten, dass jeder Terrorist sie immer in seine Rechnung mit einbeziehen muss.
     
  3. wkt

    wkt Erfahrener Benutzer

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    Wie wärs zur Abwechslung mal mit einem Gedenktag an die zig Tausend
    Kinder die weltweit taeglich verhungern ?

    Mir wuerden auch noch andere Adressaten von Gedenktagen
    einfallen. Ich gedenke daher heute einfach mal ganz fuer mich
    meinem in Russland gefallenen Onkel - das ist mir wichtiger.
     
  4. #4 socke, 06.09.2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 06.09.2012
    socke

    socke Guest

    ?? Hat doch niemand etwas anderes behauptet - oder habe ich da was überlesen ??

    Das Attentat von 72 zeigt Vieles.

    Die Unbeschwertheit sich in sportlicher Leistung zu messen wurde von Terrroristen pervertiert.
    Terroristen sind unter einander vernetzt. Die Gruppe "schwarzer September" hätte nicht so erfolgreich im olympischen Dorf vordringen können wenn diese nicht Kontakt zur RAF gehabt hätten.

    Das man damals nach einem Gedenken die Spiele fortsetze ist nicht kritikwürdig, ich teile auch nicht die Meinung, die nun geäußert wurde "jüdisches Blut ist billiges Blut" sondern es zeigt "Wir lassen uns von Terroristen nicht in die Knie zwingen". Dies muss auch immer die Devise einer jeden Regierung bleiben.

    Die 1977 entführte Landshut, übrigens die Maschine ist bis vor kurzer Zeit noch geflogen, die Befreiungsaktion in Mogadishu war eine Bewährungsprobe für diese Politik. Der damalige Kanzler, der Krisenkanzler der Deutschen, Helmut Schmidt, hätte sein Amt zur Verfügung gestellt wenn die Befreiung fehlgeschlagen wäre oder es aber zuviele Tote gegeben hätte.

    Das Attentat 1972 führte letztlich zur Gründung der GSG9, die dann 1977 so erfolgreich war.

    Ein ganz anderer Aspekt an 1972 ist die brutale Vorgehensweise des Mossad nach dem Attentat. Es wurde als "Wrath Of God" bezeichnet.

    Operation Wrath of God - Wikipedia, the free encyclopedia.

    Statt also mit staatlicher Souverenität und den Mitteln, die ein demokratischer Staat eigentlich nutzen sollte, vorzugehen hat man sich für die Vergeltung entschieden. Das hat etwas alttestamentarisches an sich: "Auge um Auge". Nicht umsonst dürfte auch heute noch der Mossad als die gefürchteste staatliche Organisation weltweit gelten. Der Mossad machte dabei vor Landesgrenzen nicht halt. Es erfolgten im Rahmen der Vergeltung Attentate in der Schweiz, in Holland, Gibraltar, Beirut, Warschau und Tunis.

    Weitere Links:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Caesarea_(Mossad-Sondereinheit)
    http://www.youtube.com/watch?v=zlHMKvy864M
    http://www.muenchen-der-film.de/dmuc_rev.php

    Persönlich bin ich der Meinung, dass man bestimmte Terrorangriffe nicht oder nur extrem schwer vermeiden kann. Wenn ein Terrorist bereit ist sein Leben zu opfern dann ist dieser nur schwer aufzuhalten. Allerdings sind auch die Geheimdienste unter einander vernetzt und es geschieht sicherlich Vieles was uns Menschen "zum Glück????" nicht bekannt ist. Wer weiß schon welche "Katastrophen" noch rechtzeitig verhindert werden konnten. Andere, wie 911 Twin Towers, konnten offenbar nicht im Vorfeld präventiv verhindert werden.

    Beispielsweise wird man als Passagier jetzt nahezu an jedem Flughafen extrem genau, wie auch das Handgepäck, geprüft. Ganz anderes scheint es aber im Frachtverkehr zu sein. Hier soll es nach wie vor Schlupflöcher geben. Bedenklich, wie ich finde.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/...cht-zum-sicherheitsrisiko-macht-a-727090.html

    Die ganze Thematik wirft auch wieder einmal die Frage auf:
    Wieviel Freiheit sind wir bereit aufzugeben um genügend Sicherheit zu erreichen.

    z.B.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Telekommunikationsüberwachung

    Letztlich ist die wirksamste Waffe des Terrorismus die Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen.
     
  5. #5 areiland, 06.09.2012
    areiland

    areiland Erfahrener Benutzer
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    @socke
    In der ursprünglichen Fassung hatte Kerberos München-Riem als Schauplatz des Feuergefechts zwischen den Terroristen und den Sicherheitsbehörden genannt, deshalb meine Anmerkung.
     
  6. #6 raptor49, 06.09.2012
    raptor49

    raptor49 Erfahrener Benutzer

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    Ich Gedenke auch den Toten - den toten Palästinensern, diejenigen aus ihrer Heimat vertrieben wurden, den Toten die vom Israelischen Geheimdienst Völkerrechtswidrig ermordet wurden. Die Toten die noch folgen werden, evtl durch den Abwurf Israelischer Bomben auf Häuser und Kindergärten und auf Iranische Atomanlagen.

    Achja -> Free Palestine.
     
  7. socke

    socke Guest

  8. socke

    socke Guest

    Vielleicht ein wennig spät,
    im 1. läuft gerade der Film "München", 2005, welcher die Vergeltung auf das Attentat als Grundlage hat. Achtung: Der Film ist nicht dokumentarisch!!!
     
  9. #9 Kerberos, 08.09.2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 08.09.2012
    Kerberos

    Kerberos Guest

  10. #10 socke, 08.09.2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 08.09.2012
    socke

    socke Guest

    Was man wissen muss:
    Das Killerkommando, was man schickte um sich zu rächen, ist zwar nicht erfunden, aber deren Gefühlsregung im Film ist frei erfunden. Soweit mir das bekannt ist wurde das nicht recherchiert. Insofern ist die Handlung mehr oder weniger frei erfunden, auch wenn sie auf Tatsachen beruht. Ja, der Film lässt Kritik vermissen. Das sehe ich ebenso. Ob Israel damals den richtigen Weg eingeschlagen hat? Es wurde ja stets abgestritten, dass der Mossad auf Befehl dieses Killerkommando losgeschickt hat.

    Beispiel erfundene Szene:
    Das 2. Attentat erfolgte durch eine Sprengladung im Telefon. Es ist überliefert, dass das Killerkommando abwartete bis die Frau und Tochter das Haus verlassen haben.

    Im Film wurde das dramatisiert. Die Tochter kehrt zu ihrem Vater zurück. Das Killerkommando bricht in letzter Sekunde den Anschlag ab. Als dann die Tocher das Haus verlassen hat wird das Attentat durchgeführt.

    Das ist so nicht überliefert und somit wohl eher frei erfunden um Sympathien beim Zuschauer zu bewirken.
     
  11. #11 Kerberos, 08.09.2012
    Kerberos

    Kerberos Guest

    Dazu möchte ich mich nun nicht äussern - schon gar nicht hier und öffentlich; zumal ich dieser Organisation (ISA) sehr "kritisch" gegenüberstehe, da ich anfangs der 90er meine eigenen Erfahrung gemacht habe. Insofern lasse ich dieses Thema mal "so stehen" :)
     
  12. socke

    socke Guest

    Ich verweise auf die Links aus Nachricht Nr. 4. Mittlerweile ist ja bekannt, dass der Mossad für die Vergeltung zuständig war. Sonst gäbe es ja auch den Film nicht. In Nachricht Nr. 4 ist ein Link zu einem Videobeitrag, der mehr als 2 Stunden dauert und durchaus objektiv das Thema behandelt. Es bleibt sicherlich die Frage im Raum stehen ob das eine angemessene Reaktion auf München war.

    Andere Regierungen gehen / gingen jedoch ähnlich vor...

    offtopic:
    DER SPIEGEL 48/1975 - Gift für Lumumbas Zahnpasta
     
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