Datenträgerverwaltung mit Windows 7

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  1. #1 Dietmar, 29.03.2010
    Zuletzt bearbeitet: 29.03.2010
    Dietmar

    Dietmar Erfahrener Benutzer

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    Möglichkeiten für die Verwaltung von Datenträgern in Windows 7
    • Nicht benötigte oder unerwünschte Dateien automatisch entfernen
    • Defragmentieren
    • Fehlerüberprüfung
    • Basis- und dynamische Datenträger bearbeiten
    • Festplatten in dynamische Datenträger, GPT-Datenträger (GUID-Partition Table) und MBR-Datenträger (Master Boot Record) konvertieren
    • Volumes vergrößern und verkleinern
    • Übergreifende Stripesetpartitionen erstellen und verwenden
    • VHD (Virtual Hard Disk)

    Möglichkeiten bei mehr als einer Festplatte
    • Implementieren von RAID-Systemen (Redundant Array of Independent Disks)
    o Stripesetvolume (RAID-0)
    o Spiegelung (RAID-1)
    o Stripsets mit Parität (RAID-5)

    Nicht benötigte oder unerwünschte Dateien automatisch entfernen
    1. Start > Suche: Datenträgerbereinigung > ENTER
    2. Für eine Beschreibung das gewünschte Element auswählen
    3. Dateien anzeigen klicken, um Einzelheiten über die Dateien zu erhalten
    4. Als Benutzer mit Administratorrechten auf Systemdateien bereinigen klicken, um Zugriff auf den Reiter Weitere Optionen zu erhalten, von wo aus Windows Funktionen und Programme deaktiviert bzw. deinstalliert und Wiederherstellungspunkte und Schattenkopien bis auf den letzten gelöscht werden können.
    5. Die Auswahl mit OK > OK bestätigen

    Defragmentieren
    1. Start > Suche: Defragmentierung > ENTER
    2. Gewünschten Datenträger markieren > Datenträger analysieren
    • Ist der Datenträger mehr als 10% fragmentiert, sollte defragmentiert werden
    3. Datenträger defragmentieren

    • Wenn oft Dateien erstellt und gelöscht werden, sollte ein Zeitplan konfiguriert werden, um die Defragmentierung automatisch durchzuführen.
    • Es kann über das Tool nur ein Zeitplan konfiguriert werden. Ist ein Datenträger aus dem Zeitplan ausgeschlossen, wird er nicht automatisch defragmentiert.
    • Wenn ein Datenträger von einem anderen Programm exklusiv verwendet wird, oder nicht mit NTFS, FAT oder FAT32 formatiert ist, ist keine Defragmentierung möglich.
    • Es können keine Netzlaufwerke defragmentiert werden.
    • Wechselmedien, z. B.USB-Flashlaufwerke, können ebenfalls fragmentiert werden.
    • Datenträger können auch mit dem Befehlszeilentool defrag in einer Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten defragmentiert werden. Eine ausführliche Beschreibung von defrag kann mit dem Befehl defrag /help aufgerufen werden. Zum Beispiel defragmentiert der Befehl defrag /c /h /u alle lokalen Volumes (/c), mit der Priorität normal (statt gering)(/h), mit einer Fortschrittsanzeige am Bildschirm (/u).

    Fehlerüberprüfung
    1. Start > Computer
    2. Gewünschte Festplatte rechts anklicken > Eigenschaften
    3. Zum Reiter Tools wechseln
    4. Im Abschnitt Fehlerüberprüfung auf Jetzt Prüfen… klicken
    5. Wenn erkannte Probleme repariert werden sollen, das erste Häkchen aktivieren
    6. Für eine gründliche Untersuchung inkl. Hardwarefehler zusätzlich das zweite Häkchen aktivieren. Das kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.
    7. Weiter mit Starten
    Wird kein Häkchen aktiviert, wird die Festplatte untersucht, aber es werden keine Fehler korrigiert. Wird die Festplatte gerade verwendet, muss der Rechner neu gestartet werden.

    Datenträgertypen und Partitionsstil
    • Für die meisten Aufgaben im Bereich der Datenträgerverwaltung muss man Mitglied der Administratoren oder Sicherungs-Operatoren sein

    Basisdatenträger:
    • MBR-Partitionstabellen (Master Boot Record) im herkömmlichen MS-DOS-Stil mit Informationen zu primären und logischen Festplatteninformationen

    Dynamische Datenträger:
    • Verwenden einen reservierten Bereich auf dem Datenträger um eine LDM-Datenbank (Logical Disk Manager) zu speichern
    • Diese LDM-Datenbank enthält Typ, Offset, Mitgliedschaften und Laufwerksbuchstabe für jedes Volume
    • Die LDM-Datenbank wird repliziert, dass jeder andere dynamische Datenträger die Konfiguration aller anderen dynamischen Datenträger kennt
    • Dynamische Datenträger sind deshalb zuverlässiger und einfacher wiederherzustellen als Basisdatenträger

    Wenn dynamische Datenträger auf einen anderen Computer verschoben werden, auf dem noch keine dynamischen Datenträger vorhanden waren, kann der Datenträger nicht wieder auf den Quellcomputer verschoben werden.

    Microsoft empfiehlt, einen Basisdatenträger erst dann in einen dynamischen Datenträger zu konvertieren, wenn Features benötigt werden, die diese Datenträger bieten.

    Konvertierungsmöglichkeiten:
    • Datenträgertyp: MBR (Master Boot Record)
    o Konvertierung in GPT: Zugelassen, wenn der Datenträger keine Volumes enthält*
    o Konvertieren in dynamische Volumes: Zugelassen, aber der Datenträger kann möglicherweise nicht mehr gestartet werden**

    • Datenträgertyp: GPT (GUID-Partitionstabelle)
    o Konvertierung zu MBR: Zugelassen, wenn der Datenträger keine Volumes enthält*
    o Konvertieren in dynamische Volumes: Zugelassen, aber der Datenträger kann möglicherweise nicht mehr gestartet werden**

    • Dynamischer Datenträger
    o Konvertierung zu MBR: Zugelassen, wenn der Datenträger keine Volumes enthält*
    o Konvertierung zu GPT: Zugelassen, wenn der Datenträger keine Volumes enthält*

    * Sind Daten auf dem Datenträger vorhanden, muss eine Datensicherung und Wiederherstellung ausgeführt werden.
    ** Wenn Sie den Computer in einem Szenario mit Multiboot unter einem Betriebssystem gestartet haben und eine MBR-Basisfestplatte mit einem alternativen Betriebssystem in einen dynamischen Datenträger konvertieren, kann das alternative Betriebssystem nicht gestartet werden.

    GPT-Datenträger haben den Vorteil, dass sie mehr als 4 Partitionen auf jedem Datenträger anlegen können. GPT wird gebraucht, wenn der Datenträger größer als 2TB ist.

    Außerdem:
    • Neue Datenträger werden als Nicht initialisiert angezeigt. Um einen Datenträger verwenden zu können, muss er zunächst initialisiert werden. Wenn ihr die Datenträgerverwaltung nach dem Hinzufügen eines Datenträgers startet, wird der Assistent zum Initialisieren des Datenträgers gestartet.

    Verwenden von Datenträgern in einem anderen Computer
    1. Mittels Datenträgerverwaltung den Status des Datenträgers überprüfen und gegebenenfalls vor dem Verschieben reparieren. Der Status muss Fehlerfrei sein.
    2. Deinstallieren des Basisdatenträgers mit dem Geräte-Manager:
    a. Gerätemanager öffnen
    b. Laufwerke doppelklicken
    c. Den gewünschten Datenträger rechts anklicken > Deinstallieren
    d. Entfernen des Geräts bestätigen > OK

    Handelt es sich bei dem zu entfernenden Datenträger um einen dynamischen Datenträger, in der Datenträgerverwaltung mit der rechten Maustaste auf den Datenträger klicken > Datenträger entfernen.
    Jetzt erst physikalisch trennen und im neuen Computer einbauen. Bei internen Festplatten natürlich erst Computer ausschalten und vom Strom trennen ;)


    Erkennen neuer Datenträger
    • In der Datenträgerverwaltung den neuen Datenträger > neu einlesen oder
    • Als Fremd gekennzeichnete Datenträger > Fremde Datenträger importieren

    Reaktivieren eines fehlenden oder als offline gekennzeichneten dynamischen Datenträgers
    • In der Datenträgerverwaltung mit der rechten Maustaste auf den Datenträger klicken, der als Fehlend oder Offline gekennzeichnet ist > Datenträger reaktivieren
    • Der Datenträger sollte jetzt als Online gekennzeichnet sein

    Entfernen eines fehlenden dynamischen Datenträgers
    • In der Datenträgerverwaltung mit der rechten Maustaste auf jedes Volume klicken, auf dem als Fehlend gekennzeichneten dynamischen Datenträger > Volume löschen
    • Mit der rechten Maustaste auf den als Fehlend gekennzeichneten dynamischen Datenträger klicken > Datenträger entfernen

    Übergreifende Stripesetpartitionen erstellen und verwenden
    o Stripesetvolume (RAID-0): Ein Stripesetvolume verwendet Platz auf mehreren physischen Festplatten, um ein Volume zu bilden. Windows schreibt dabei kleine Blöcke (stripes, Streifen) auf die Datenträger, sodass sich die Last verteilt. Das erhöht die Lese- und Schreibgeschwindigkeit erheblich. Nachteil: RAID-0 bietet keine Fehlertoleranz, ist ein Laufwerk defekt, ist das Volume und somit die Daten kaputt.

    o Spiegelung (RAID-1): Bietet hohe Verfügbarkeit und Fehlertoleranz, verbessert aber nicht die Leistung. Es verwendet zwei physische Datenträger, die gleich groß sind. Vorteil: Fällt ein Datenträger aus, kann der zweite verwendet werden, bis der erste ausgetauscht worden ist. Nachteil: Wenn 200GB Daten gespeichert werden müssen, braucht man 400GB Speicherplatz.

    o Stripsets mit Parität (RAID-5): Stripeset mit Parität bietet Hochverfügbarkeit, Ausfallschutz und Leistunssteigerung, zumindest beim Lesen. RAID-5 benötigt min. 3 physische Datenträger, die gleich groß sind. Drei 200GB-Festplatten ergeben einen Speicherplatz für 400GB + 200GB für den Sicherungsbit (Parität). Fällt ein Datenträger aus, liegen die Daten auf den verbliebenen Datenträgern inkl. Parität vor. Wird ein neuer Datenträger eingebaut, kann anhand der Daten und der Parität der Inhalt wiederhergestellt werden. Dazu wird das exlusive Oder (XOR) verwendet.

    Mittels Datenträgerverwaltung sind diese Konfigurationen sehr einfach herzustellen. Gewünschte Datenträger markieren > rechts anklicken > im Kontextmenü die gewünschte Konfiguration auswählen > Bildschirmanweisungen folgen.

    Für all diese Tätigkeiten kann auch das Befehlszeilentool diskpart verwendet werden. Mehr Information dazu in der Hilfe zu diskpart (diskpart /help).

    Dieser Beitrag ist für die Rookies unter euch gedacht und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!
     
  2. winko

    winko Neuer Benutzer

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