Diskutiere Windows Tuning. im Windows 7 Allgemeines Forum im Bereich Windows 7; Zitat von Xwin7userX
@HAL9000
Vielleicht hiberfil/pagefile?
Nein-die werden brav mitberechnet
Systemdateien.JPG...
Hat man in seinem Rechner mehrere Festplatten eingebaut, dann bietet es sich an - die temporären Dateien und die Temporären Internetdateien auf eine andere Festplatte zu verlegen. Auch die Auslagerungsdatei kann man dann auf ein anderes Laufwerk zu verlegen. Das entlastet das Systemlaufwerk, weil Windows dann parallel auf zwei Laufwerken arbeiten kann. Das Abschalten der Auslagerungsdatei bietet sich nicht an, da Windows immer auslagert. Auch wenn der Rechner eigentlich Speicher satt hat - ausgelagert wird immer.
Im Gegensatz zu früher (Windows 95 und Co.), wo mit Auslagern "Swapping" http://de.wikipedia.org/wiki/Swapping - also das Simulieren von Arbeitsspeicher auf der Festplatte wenn dieser knapp wurde - gemeint war - lagert Windows heute immer aus. Es wird "Paging": http://de.wikipedia.org/wiki/Paging genutzt. Das bedeutet, dass Windows auch bei abgeschalteter Auslagerungsdatei immer auslagert. Es werden aktuell nicht benötigte Speicherseiten (Pages) in die Auslagerungsdatei verlagert, um den Arbeitsspeicher zu entlasten. Oder es werden erst gar nicht alle Speicherseiten (Demand Paging) in den physikalischen Speicher geladen, sondern gleich in die Auslagerungsdatei verschoben. Beim Swapping wird der Speicher in der Auslagerungsdatei dann genutzt, wenn das BS einen Speicherengpass hat. Beim Paging wird immer ausgelagert, um den Speicher zu entlasten - auch wenn augenscheinlich kein Bedarf dazu besteht.
Gepaged werden nur Speicherseiten von Programmen, die aktuell nicht arbeiten müssen. Also alle Programme, die zwar gestartet sind, aber eigentlich nichts tun - als auf irgendeine Benutzeraktion zu warten.
Deshalb ist es sinnvoll, die Auslagerungsdatei zu belassen und sie nur auf eine andere Festplatte zu verlegen, die nicht oder nur wenig frequentiert ist. So werden solche Zugriffe ebenfalls auf ein anderes Laufwerk ausgelagert - was das ständige Neu-Positionieren des Schreib/Lesekopfes der Festplatte deutlich verringert und Windows auf der Systemfestplatte deutlich mehr Raum für seine eigenen Operationen lässt. Eben weil bei Zugriffen, auf z.B. ausgelagerte Speicherseiten, nicht auf dem Systemdatenträger gelesen werden muss - sondern der Zugriff parallel auf dem anderen Laufwerk erfolgt.
Das Systemlaufwerk muss dann den Schreib/Lesekopf nicht Neupositionieren - sondern das zweite Laufwerk erledigt den Lesevorgang. Bei vielen Zugriffen, z.B. beim Surfen, kann da hinten schon mal was ordentliches rauskommen. Erst recht wenn man bedenkt, dass beim Surfen im Internet ordentlich was an Traffic zusammenkommt. Allein beim Werbetraffic, der auf vielen Seiten rüberkommt, ist es wünschenswert wenn man System und Temporäre Internetdateien voneinander trennt. Wenn man viel streamt, dann kann das auch schon mal was bringen - denn die Streams laufen dann nicht mehr auf das Systemlaufwerk, sondern in den temporären Internetspeicher auf der anderen Festplatte und Windows kann kann seine Aufgaben trotzdem zeitnah erledigen.
So kann man das Systemlaufwerk schön entlasten was gerade beim Einsatz einer SSD, mit ihren endlichen Schreibzyklen, interessant ist.
Auf einem Rechner mit nur einer Festplatte, aber mehreren Partitionen, ist es dagegen nicht sinnvoll eine solche Trennung vorzunehmen. Da kann es im Extremfall passieren, dass der Schreib/Lesekopf bei solchen Zugriffen vom Anfang der Festplatte zum äussersten Ende der Festplatte gefahren werden muss, um einen Zugriff auf die Auslagerungsdatei oder die temporären Verzeichnisse durchzuführen. Das kostet Zeit, die sich durchaus summieren kann. Hier ist es sinnvoller, die temporären Dateien und die Auslagerungsdatei im Systemlaufwerk zu belassen, weil so der Schreib/Lesekopf bei Zugriffen nur minimale Wege zurücklegen muss - um die Sektoren einzulesen.
Natürlich geht hierbei auch darum, dass man sein Systemlaufwerk von "überflüssigen" Daten befreit. Die Fragmentierung wird verringert - gerade bei Temporären Internetdateien ist die sehr hoch. Der Platzbedarf auf dem Systemlaufwerk sinkt ebenfalls. Trotz eingestellten 250 MB Internetcache, legt mir der IE regelmässig gut 1024 MB Cache an. Bei der Fluktuation, die der IN Cache hat, ist das eine Grösse, die man nicht vernachlässigen sollte.
Auch ist es eben so, dass Festplatten die grössten Bremsen im System sind und man das Beste daraus machen sollte. Also sollte man sehen, dass man seine Möglichkeiten möglichst nutzt.
Ich persönlich hab meine temporären Verzeichnisse und die Auslagerungsdatei auf LW E: verlegt, weil das erstens eine zweite Festplatte ist und zweitens recht wenig frequentiert ist. Darauf liegen neben %Temp% (Global und User) auch %Temporary Internet Files%, die Downloads, die Bilder und meine VHD's (VirtualBox). Ausserdem laufen meine Backups drauf. Da ich eher weniger auf die Backups, die Bilder und die VHD's zurückgreife - ist das natürlich die erste Wahl. Die Übertragungsgeschwindigkeit (ca. 92 MB/s gegenüber der F3 mit ca. 140 Mb/s) kann ich dabei getrost vernachlässigen. Das Umlegen bringt mir mehr als die höhere Geschwindigkeit der F3 ausmachen würde.
%Temp% kann man verlegen, indem man in den "Erweiterten Systemeigenschaften" unter "Umgebungsvariablen" - "Benutzervariablen für <Benutzer>" den Wert von %Temp% und %TMP% entsprechend anpasst - aber auch nicht vergisst, in der Liste der Systemvariablen
%Temp% und %Tmp% anzupassen. Dafür müssen natürlich für jeden Benutzer die Benutzervariablen angepasst werden. Man kann natürlich für jeden Benutzer ein eigenes Verzeichnis angeben - in dem %Temp% und %Temporary Internetfiles% gespeichert werden. Es bietet sich natürlich an, die Struktur des Benutzerverzeichnisses zu benutzen um die temporären Verzeichnisse pro Benutzer zu trennen.
Die temporären Internetdateien werden im Browser angepasst. Beim IE findet sich die Einstellung unter "Extras" - "Internetoptionen" - "Browserverlauf". Oder in der Systemsteuerung unter den Internetoptionen.
Die Auslagerungsdatei kann man verlegen indem man in den "Erweiterten Systemeigenschaften" unter "Visuelle Effekte, Prozessorzeitplanung, Speichernutzung und virtueller Speicher" - die Einstellungen bei unter "Erweitert" - "Virtueller Arbeitsspeicher" anpasst. Allerdings darf man nicht vergessen, die Schaltfläche "Festlegen" zu betätigen, wenn man dort eine Einstellung vorgenommen hat.
Man kann sogar die Indexdatenbank von Windows Search verlegen - in der "Sytemsteuerung" - "Indizierungsoptionen" unter "Erweitert" findet man die Möglichkeit dazu - hier kann man den Pfad verlegen. Allerdings ist es interessanter, die Indizierung selbst erst einmal einzuschränken. Pfade, die man nicht durchsucht haben will, kann man hier ausnehmen und seine Indexdatenbank auf die "Essentals" beschränken. Ich hab z.B. alle eigenen Dateien von der Indexierung ausgenommen, weil ich weiss welche Dateien wo zu finden sind. Genauso hab ich das Indexieren von Dateiinhalten abgeschaltet (ist Standard) und das Indexieren von bestimmten Ordnern (man kann jeden Ordner auswählen) abgeschaltet. Das macht auch Platz - denn die Indizierung kann bei richtiger Anwendung ebenfalls stark eingeschränkt werden.
Windows hat allerdings noch ein paar Möglichkeiten, den Speicher zu entlasten. So können Programme seit Windows 2000 direkt aus dem Speicher (Systemcache) gestartet werden. Damit wird bei oft gestarteten Programmen vermieden, dass diese von der Festplatte geladen werden müssen.
Die Ruhezustandsdatei Hiberfil.sys lässt sich übrigens nicht verlegen. Die muss sich immer im Stammverzeichnis des Systemlaufwerkes befinden - da der Bootsektor darauf verweist. Hiberfil.sys ist also eine Startdatei, die Anstelle von W7ldr für den Systemstart verantwortlich ist. Nur wenn Hiberfil.sys nicht zugreif- oder lesbar ist, verzweigt der Bootlader von Windows 7 auf das normale Bootmenü von Windows.
Einige User posten hier immer wieder Bootzeiten von +100 Sekunden. Trotz gut ausgestatteter Rechner bleiben die Startzeiten deutlich hinter den Erwartungen zurück, bzw. sie booten in Zeiträumen, die nicht nachvollziehbar sind.
Komischerweise kann ich solche Startzeiten nicht nachvollziehen. Denn mein Rechner bootet in Regionen, die von denen dieser User sehr weit abweichen. So startet mein Rechner normalerweise in 40-45 Sekunden, in guten Zeiten sogar in 34 Sekunden. Die Angaben dazu findet man in der Ereignisanzeige unter "Anwendungs und Dienstprotolle" - "Microsoft" - "Windows" - Diagnostics-Performance" - "Betriebsbereit". Allerdings schwanken die Zeiten erheblich - da die Bootzeit davon abhängt, wann sich ein Gerät als "bereit" meldet. Das kann aber schon davon abhängen, welche Aussentemperatur herrscht. Oder ob der Rechner ausgeschaltet war oder aus dem Stand neu gestartet wird.
Ich muss anmerken, dass ich keine SSD einsetze - der Rechner bootet von einer Samsung HD502HJ, also von einer Festplatte. Ich habe gerade mal vier Autostartprogramme. Ausserdem überprüfe ich regelmässig meinen Autostart und werf alles raus, was ich nicht benötige - bzw. nicht haben will. Das Dateisystem wird sporadisch auf Fehler überprüft, eine regelmässige Überprüfung findet also nicht statt. Regelmässig wird dagegen eine Datenträgerbereinigung durchgeführt und die Startpartition defragmentiert.
Im Wesentlichen kommt es darauf an, wie man den Rechner pflegt und wie man den Autostart aufräumt. Viele Programme installieren inzwischen (weil man weiss - dass der Autostart ausgemistet wird) ihre Update-Routinen als Dienste. Da lohnt es sich schon mal die Dienste zu überprüfen, um unerwünschte Update-Programme zu eliminieren.
Über 50-60 Sekunden Startzeit bin ich noch nie hinausgekommen. Selbst wenn ich monatelang keine Prüfung meiner Startzeiten durchführe, signifikante Änderungen ergeben sich keine. Allerdings sind bei mir keine Spiele installiert.
Vieles hängt an der Art der installierten Software, eventuell auch ob diese Software in Kompatibilitätsmodi ausgeführt wird. Das kann dazu führen, dass Windows Einstellungen einlädt, die das Ausführen der Software ermöglichen. Es kann sogar dazu führen, dass Windows Kompatibilitätsmodi zur Laufzeit nachlädt.
Hallo@all!
areiland Habe mal eine Frage an dich Wie bzw. wo stelle ich ein nach wohin Windows auslagert. Ich habe Windows 7 64 Bit und auch eine 2. Festplatte wo ich die Auslagerungsdatei drauf machen könnte, bloß wie stelle ich das ein kannst du mir da helfen habe keinen Plan davon. Oder muß ich Windows neu installieren wäre nett wenn ich Hilfe bekommen könnte. Mfg.kallepirna
Systemsteuerung> System und Sicherheit> System> erweiterte Systemeinstellungen> Reiter "Erweitert"> Leistung> Einstellungen> Reiter "Erweitert" und dann virtueller Arbeitsspeicher.
Umgebungsvariablen (Temp etc) sind ebenfalls unter dem Punkt "Erweitert" bei Systemeigenschaften> erweitert zu ändern.
Beim Bootvorgang sieht das aber bei mir anders aus: BootTime 137808
Allerdings darüber:
StartTime 2012-02-10T15:29:21.687200300Z
NameLength 11
Name vsserv.exe
FriendlyNameLength 29
FriendlyName Bitdefender Security Service
VersionLength 13
Version 15.0.36.1526
TotalTime 65231
DegradationTime 56731
PathLength 57
Path C:\Program Files\Bitdefender\Bitdefender 2012\vsserv.exe
ProductNameLength 17
ProductName Bitdefender 2012
CompanyNameLength 12
CompanyName Bitdefender
Avast hat den Bootvorgang auch extrem verlangsamt. Ich glaube, ich werde doch mal Microsoft Security Essentials ausprobieren... (das benutzt Du doch, oder?)
Richtig - ich benutz die MSSE, das ist aber keine Garantie für eine gute Bootzeit. Da spielen dann doch noch mehr Faktoren mit.
Das wichtigste ist eben, dass die Umgebung stimmt. Was nutzt es mir, wenn ich einen guten Virenscanner hab, aber der Autostart voll ist? Vor allem, wenn der Autostart mit allerlei unnützen Programmen zugemüllt ist. Dann ist es natütrlich eine Einstellungsfrage, wie Avast Dir den Bootvorgang verzögert. Was willlst Du und was macht Avast - alles Einstellungssache.
Oder die Festplatte fragmentiert ist und ich defragmentiere sie nie. Mit ein wenig Dazutun kann jeder sein System beschleunigen. Da braucht es keine Tuningtools.
Oder eben die beliebte Frage: Registry defragmentieren?
Also mein Autostart wird nach jeder Installation mit Autoruns gereinigt. Die FP wurde heute erst wieder komplett defragmentiert. Tuningtools verwende ich keine. Ich werde jetzt mal schauen wie die Bootzeit mit den MSE aussieht
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Macht dies auch bei W7...
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