Diskutiere GEZ auf Daten-Jagd im Smalltalk Forum im Bereich Community; Wir haben nicht reagiert - weil wir es nicht einsehen. Wie oben schon angedeutet wurde - ist es so, dass Urmel511 mit dem Diskussionsverlauf unzufrieden ...
Wir haben nicht reagiert - weil wir es nicht einsehen. Wie oben schon angedeutet wurde - ist es so, dass Urmel511 mit dem Diskussionsverlauf unzufrieden ist und die Diskussion deswegen beenden möchte. Urmel511 reagiert hier aber als Betroffene, deswegen verstehe ich ihr Ansinnen - schon deswegen weil ich davon ebenfalls betroffen bin. Zumindest Ich sehe aber keine Notwendigkeit den Thread zu schliessen, Urmel511 kann sich gerne aus dem Thread verabschieden, ich möchte aber den Thread schon deswegen offenhalten - weil es ja durchaus noch Meinungen zur Thematik gibt.
Ich habe z.B. schon darauf hingewiesen, dass der Begriff der Grundversorgung - der ja der Gebührenpflicht zugrunde liegt, etwas eigenwillig ausgelegt wird und sich bei den ÖR Anstalten so ein Selbstverständnis aufgebaut hat, das in einem Anspruch zur unbegrenzten Gebührenpflicht gipfelt. Die Änderung des Rundfunkgebühren Staatsvertrages zielt ja genau darauf ab, unbegrenzt von jedem Gebühren einzuziehen, ohne der Nutzung (die ja immer wieder Gegenstand der Diskussion über die Gebühren ist) Rechnung tragen zu müssen.
Ausserdem will man ja mit der Änderung des Rundfunkgebühren Staatsvertrages die Methoden der GEZ entschärfen, um auch diese Diskussion zu beenden.
Beide Änderungen sind, für sich betrachtet, als positiv zu sehen - wenn da nicht der kleine Makel wäre, dass sich die Höhe der Gebühren dadurch nicht ändert. Im Gegenteil, das Gebührenaufkommen wird (eiskalt kalkuliert) steigen und die ÖR Sender können ab 2013 mit einem deutlich höheren Budget kalkulieren.
Mit dem Begriff der Grundversorgung, wie er einstmals vom BVG formuliert wurde, ist das aber nicht mehr zu vereinbaren - denn die Grundversorgung definiert sich laut BVG über die Möglichkeit Sender frei empfangen zu können. Damit hat die immer weiter gehende Expansion von ARD und ZDF aber keine auf Grundversorgung basierende Grundlage mehr. Beide Anstalten sollten sich also auf ihre Kernaufgaben beschränken und keine Sender betreiben, die überflüssig sind - weil sie nur einen Haufen Geld kosten, aber keinen echten Mehrwert liefern. Denn die digitalen Sender von ARD und ZDF liefern eigentlich nur das Programm, das auf den analogen Kanälen schon gelaufen ist. Dafür benötigen wir keine digitalen Sender - die zudem nicht sonderlich frequentiert sind.
ARD und ZDF sollten lieber ihre (fast) unüberschaubare Zahl von Sendern ausdünnen und uns damit Gebühren sparen. Ausserdem sollten ARD und ZDF darauf verzichten, ein dermassen einseitiges Programm zu liefern - das in der Regel für die älteren Zuschauer gestaltet ist. Sowas nennt man Spartenprogramm - für ein Vollprogramm müssten beide Anstalten ein wirklich ausgewogenes Programm liefern. Lieber auf wenigen Kanälen, dafür qualitativ hochwertig, als auf vielen Kanälen zu senden und dabei ein doppelt und dreifach gestricktes Progamm zu liefern.
Ich hätte kein Problem damit, wenn die ÖR Sender ihre Werbung ausweiten dürften - aber das ist ja genauso Utopie, wie der Rückzug auf die Kernkompetenzen von ARD und ZDF.
Es geht eben nur darum abgehalfterte Politiker zu versorgen, nicht darum echte Reformen durchzuführen - wie immer, wenn man in Deutschland eine Reform durchführt.
Ich habe z.B. schon darauf hingewiesen, dass der Begriff der Grundversorgung - der ja der Gebührenpflicht zugrunde liegt, etwas eigenwillig ausgelegt wird und sich bei den ÖR Anstalten so ein Selbstverständnis aufgebaut hat, das in einem Anspruch zur unbegrenzten Gebührenpflicht gipfelt. Die Änderung des Rundfunkgebühren Staatsvertrages zielt ja genau darauf ab, unbegrenzt von jedem Gebühren
Wahrscheinlich versteht jeder etwas anderes unter dem Begriff Grundversorgung. Wenn man es verkürzt, könnte Grundversorgung auch bedeuten stündlich für 5 Minuten Nachrichten zu senden. Tatsächlich ist mein Verständnis von Grundversorgung nicht nur die Versorgung mit Nachrichten sondern auch ein kultureller, gesellschaftlicher und pädagogischer Beitrag. Gerade aber das Themenfeld Kultur ist wieder derart komplex, dass es zu einer entsprechenden Programmvielfalt kommt.
einzuziehen, ohne der Nutzung (die ja immer wieder Gegenstand der Diskussion über die Gebühren ist) Rechnung tragen zu müssen.
Das sollte mal recherchiert werden. Soweit mir das bekannt ist, müssen die Rundfunkanstalten sich jede Gebührenordnung genehmigen lassen. Ich hoffe nicht, dass die zukünftig einen Freibrief haben werden.
Ausserdem will man ja mit der Änderung des Rundfunkgebühren Staatsvertrages die Methoden der GEZ entschärfen, um auch diese Diskussion zu beenden.
Entschärft wird gar nichts. GEZ heißt Gebühren-Einzugs-Zentrale. Das war ein zentrales Instrument und das wird auch weiterhin ein zentrales Instrument bleiben. Das ist eine "rechtlose" Institution, die letztlich von den Rundfunkanstalten vertreten wird. Die Rundfunkanstalten sind es auch, die diese Gebührenfahnder beschäftigt. Die GEZ hat damit nichts zu tun. Was man ändern will, und das befürworte ich, denn dann braucht man diese Spitzel nicht mehr, dass jeder Haushalt demnächst GEZ-Gebühr zu zahlen hat. Es wird nicht mehr der Nachweis erbracht ob ein Rundfunk- oder Fernsehempfänger vorhanden ist. Dafür braucht auch nur noch einer zu zahlen, wenn eine Familie mit 4 berufstätigen Kindern in einer Wohnung wohnt, dann wird zukünftig nur noch 1x statt 5x (Elter + 4 Kinder) gezahlt.
Beide Änderungen sind, für sich betrachtet, als positiv zu sehen - wenn da nicht der kleine Makel wäre, dass sich die Höhe der Gebühren dadurch nicht ändert. Im Gegenteil, das Gebührenaufkommen wird (eiskalt kalkuliert) steigen und die ÖR Sender können ab 2013 mit einem deutlich höheren Budget kalkulieren.
Nun, das ist die ewige Diskussion nach Sendeinhalten und Bürokratie im ÖTV. Wer sich Tanzgruppen oder große Bands hält, der muss auch die Personalkosten dafür tragen. Im Konkurrenzkampf mit den privaten Sendern werden die Übertragungsrechte für Sportevents, wie Boxen, Rennsport oder Fußball immer teuer. Das alles muss aus einem Mix von GEZ-Gebühr und Werbeeinnahmen, die beim ÖTV stark reglementiert sind (z.B. wann Werbung ausgestrahlt werden darf, welche Werbung ausgestrahlt werden darf, oder hat schon einmal wer im ÖTV eine 0190-Nummer gesehen?) finanziert werden.
Leider, und das ist für mich der eigentliche Kritikpunkt, ist das ÖTV niemanden Rechenschaft schuldig und so ist evtl. der Druck von Einsparungen nicht so stark wie bei den privaten Sendern, wo dann man ganz schnell eine Sendung aus dem Programm genommen wird, weil die Quote nicht reicht und daher die Werbekunden abspringen.
Beide Anstalten sollten sich also auf ihre Kernaufgaben beschränken und keine Sender betreiben, die überflüssig sind - weil sie nur einen Haufen Geld kosten, aber keinen echten Mehrwert liefern. Denn die digitalen Sender von ARD und ZDF liefern eigentlich nur das Programm, das auf den analogen Kanälen schon gelaufen ist. Dafür benötigen wir keine digitalen Sender - die zudem nicht sonderlich frequentiert sind.
Nun, das ist Deine Meinung. Diese teile ich ganz und gar nicht. Ich mag sehr gerne die 30 Minuten Regionalprogramm aus meiner Stadt um 19:30 sehen. Ich mag sehr gerne besondere Kulturprogramme sehen, fern ab vom täglichen Kommerz. Auch mag ich ungewöhnliche Sendeformate, die mangels Quote beim privaten Fernsehen niemals eine Chance hätte. Leider kommen für mich die TV-Eigenproduktionen zu kurz, zumindest die, die mich interessieren würden. Also der Mix vom ÖTV, für mich, also rein subjektiv, hebt sich erfrischend vom Einerlei der privaten Sender ab. Einfach mal, wenn die Feiertage vorbei sind, spontan bei ZDFneo, ZDFkultur oder ZDFinfo reinsehen. Das hier selbstverständlich auch Lücken durch Wiederholungen gefüllt werden, ist leider ärgerlich, aber wohl notwendig. Aber ich empfinde das nicht so schlimm, wie bei Kabel oder RTL2 bzw. SUPERRTL, die ja auch nur ein Abklatsch der jeweiligen Hauptsender sind.
ARD und ZDF sollten lieber ihre (fast) unüberschaubare Zahl von Sendern ausdünnen und uns damit Gebühren sparen. Ausserdem sollten
Ein derart buntes Programm gibt es bei den privaten Sendern nicht. Ich finde das gut!
ARD und ZDF darauf verzichten, ein dermassen einseitiges Programm zu liefern - das in der Regel für die älteren Zuschauer gestaltet ist.
ARD und ZDF mag die Generation 40plus in seinen Hauptsendern, z.B. mit Sendungen wie "Wetten Das" oder "das aktuelle Sportstudio" ansprechen. Ein Blick auf ZDFkultur oder ZDFNeo zeigt aber, dass dort durchaus das junge Publikum abgeholt wird. Zumindest wenn es an Kultur interessiert ist und nicht den lieben langen Tag MTV oder VIVA, ONX und wie die Musiksender sonst noch heißen hört um bis zum Erbrechen den Mainstream zu hören (nebenbei Musik jenseits vom Mainstream hört man bei DeluxeMusic). Wer sich jedoch dem Angebot der Spartensender verschließt, die ja nach Deiner Ansicht abgeschafft gehören, der wird modernes Fernsehen natürlich nicht erfahren.
Mal als Beispiel:
"Der Maker" oder OlafTV Popkultur Magazin auf ZDFKultur oder "nano" auf EinsPlus
Doch das ist ein rein subjektives Empfinden. Das kann jeder ja sehen wie er mag.
Wieso aber sollen gerade die privaten Sender das junge Publikum ansprechen?
TVTotal ist schrott, Ähnliches, nicht ganz so prominent gibt es eben auch im ÖTV.
Koch- und Rateshows gibt es auf jedem Sender ebenso wie Wissensmagazine oder Nachrichten.
Entscheidend ist dann die Qualität.
Wenn ich Nachrichten sehen will, dann geht nichts, aber auch gar nichts, an der Tagesschau vorbei.
Wenn ich Nachrichten auf Pro7, Sat, RTL und Co. schaue, dann kann ich auch die Yellowpress lesen.
Das hat in etwa die gleiche Qualität.
Aber auch das ist natürlich ein rein subjektives Empfinden.
Sowas nennt man Spartenprogramm - für ein Vollprogramm müssten beide Anstalten ein wirklich ausgewogenes Programm liefern. Lieber auf wenigen Kanälen, dafür qualitativ hochwertig, als auf vielen Kanälen zu senden und dabei ein doppelt und dreifach gestricktes Progamm zu liefern.
Ich kenne keinen einzigen Sender, der diesem Anspruch gerecht wird.
Ich hätte kein Problem damit, wenn die ÖR Sender ihre Werbung ausweiten dürften - aber das ist ja genauso Utopie, wie der Rückzug auf die Kernkompetenzen von ARD und ZDF.
Stimmt, wie gesagt, für mich ist der Mangel, dass die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten niemanden Rechenschaft ablegen müssen.
Es geht eben nur darum abgehalfterte Politiker zu versorgen, nicht darum echte Reformen durchzuführen - wie immer, wenn man in Deutschland eine Reform durchführt.
Und gerade darum geht es nicht. Die Frage nach Intendanten oder Chefredakteuren ist zwar immer spannend und Parteien versuchen gerade hier im ÖTV Einfluss zu nehmen. Doch das gelingt nur unterdurchschnittlich gut und das ist auch gut so.
Es wäre schlimm, wenn das ÖTV durch vorgefasste politische Meinung / Propaganda bestimmter Parteien unterminiert würde.
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