Wenn die Maschine das Denken übernimmt - Börsenhandel - mal anders
Wenn die Maschine das Denken übernimmt - Börsenhandel - mal anders
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Doch wie gefährlich das ist, das erfährt man eher selten. In der aktuellen Chip ...
Wenn die Maschine das Denken übernimmt - Börsenhandel - mal anders
Wenn die Maschine das Denken übernimmt - Börsenhandel - mal anders
Immer wieder hört man davon, wie Maschinen an der Börse handeln.
Doch wie gefährlich das ist, das erfährt man eher selten. In der aktuellen Chip 10/2011 wird es einmal an einem Beispiel erklärt. Die schlimmste Erkenntnis ist jedoch, dass dies mit staatlicher Genehmigung erfolgt.
Die Rede ist vom High-Speed-Computer-Handel. Dieser wird von Großbanken und Hedefonds verwendet. Es werden Unsummen in die Hard- und Software investiert. Es geht dabei um den Geschwindigkeitsvorteil im Bereich von Milli-, Mikro-, zukünftig sogar Nanosekunden.
Ein Mensch, zum Vergleich, benötigt in etwa 0,5 Sekunden um einen Auftrag mit der Maus zu bestätigen. Die High-Speed-Computer bekommen gegenüber dem Parketthandel einen Vorteil von einer Millisekunde. Diese Millisekunde reicht, wie das nachfolgende Beispiel zeigt.
10:30:00,00
Ein Händler (z.B. eine Großbank) erteilt den Auftrag 10.000 Anteile zu einem Preis von 40,00 Euro zu veräußern.
10:30:00,03
Ein High-Speed-Rechner erhält diesen Auftrag. Der Händler an der Börse sieht diesen Auftrag noch nicht (siehe oben - Vorteil dank staatlicher Genehmigung).
10:30:00,05
Der Rechner weiß von dem Verkauf und auf Grund der programmierten Algorithmen werden automatisch weitere Auftraäge erteilt zu 40,00 Euro die Aktie zu verkaufen. Es werden so gigantische Mengen Geld bewegt.
10:30:00,50
(es ist also noch nicht einmal eine ganze Sekunde vergangen)
Der Händler auf dem Parkett erfährt nun von dem Verkauf. Doch es ist bereits zu spät. Die Aktie ist bereits nun nur noch 39,00 Euro wert.
Das ganze ist so verrückt, dass man diese High-Speed-Rechner in die Nähe der Börsenplätze, z.B. New York aufstellt und mit Glasfaserkabel zum Börsenplatz verbindet, weil die Zeit, die das Signal benötigt, ebenfalls verkürzt werden soll. Jeder Bruchteil einer Sekunde zählt bei dieser Art des Handels.
Ganz ehrlich:
Wenn der Mensch den Maschinen das Denken überlässt, dann wird es gefährlich.
Ja und das sieht man jetzt. An den Börsen geht es gerade wieder auf und ab und
das hat so gar nichts mit den Unternehmen zu tun, die an der Börse notiert sind.
AW: Wenn die Maschine das Denken übernimmt - Börsenhandel - mal anders
Eine Maschine kann wohl nur so gut denken wie ihr Konstrukteur bzw. ihr Erbauer.
Sollte dem mal nicht mehr so sein, dann hätten wir ein kleines Problem
AW: Wenn die Maschine das Denken übernimmt - Börsenhandel - mal anders
Zitat von Kerberos
Eine Maschine kann wohl nur so gut denken wie ihr Konstrukteur bzw. ihr Erbauer.
Sollte dem mal nicht mehr so sein, dann hätten wir ein kleines Problem
Das der Einsatz von Computern bereits heute ein Fluch sein kann, zeigt das Beispiel Börse.
Das Computer den Menschen an Geschwindigkeit übertrumpfen ist kein Geheimnis mehr.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Computer auch schon Schachgroßmeister geschlagen haben.
So richtig bedenklich finde ich bereits jetzt, dass dem Computer das Feld überlassen wird und der Computer alleine weitreichende Entscheidungen treffen darf.
Bedrohlich wird es, wenn der Computer nicht mehr nur einprogrammierten Algorithmen folgt sondern eine eigene Intelligenz entwickelt und seine eigenen Schlüsse zieht. Zum Glück ist es noch nicht soweit.
AW: Wenn die Maschine das Denken übernimmt - Börsenhandel - mal anders
Zitat von socke
Immer wieder hört man davon, wie Maschinen an der Börse handeln.
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Das würde vorraussetzen das die Menschen zuvor MIT Hirn gearbeitet haben, was Garantiert NICHT der Fall war. Siehe Finanzmarkt / Bankenkrise, Drohender Staatsbankrott Griechenlands etc etc.
AW: Wenn die Maschine das Denken übernimmt - Börsenhandel - mal anders
Zitat von raptor49
Das würde vorraussetzen das die Menschen zuvor MIT Hirn gearbeitet haben, was Garantiert NICHT der Fall war. Siehe Finanzmarkt / Bankenkrise, Drohender Staatsbankrott Griechenlands etc etc.
Das ist aus dem Kontext gerissen und ich verstehe Deine Erwiderung nicht.
Schaue Dir doch einmal das Originalposting an.
Es ist ja gerade so, dass die Maschine durch vorgegebene Algorithmen die Börse ins Chaos stößt und den Menschen auf Grund der Geschwindigkeit keinerlei Handlungsspielraum lässt.
AW: Wenn die Maschine das Denken übernimmt - Börsenhandel - mal anders
Das ändert nichts an der Tatsache, dass wir heute schon zu sehr von den Maschinen abhängig sind. Wer hat schon nicht einmal gehört, dass das was der Computer als Information ausspuckt immer richtig sein muss. Der Computer lügt ja angeblich nicht.
Der Computer als Assistenzsystem ist ok, doch wenn der Computer die Entscheidung ohne menschliches Einwirken treffen darf, dann kann das manches Mal, wie eben an der Börse, ins Auge gehen.
Blöd, wenn der Computer lebenswichtige Systeme (AKWs, Autopilot, etc.) steuert.
Und so richtig blöd wird es dann auch noch, wenn diese Computersysteme kinderleicht zu manipulieren oder sabotieren sind. Der US-Wurm, der im Irak diese Anlagen zerstört hat, die Uran anreichern war nur ein Vorbote. Unlängst wurde bekannt, dass durch Google Passwörter und Anlagen gefunden wurden, die kinderleicht von Außen manipuliert werden konnten.
Das ist insbesondere gefährlich, wenn alte Anlagen aus der PRE-Internet-Zeit an ein Netz angeschlossen werden. Bei solchen Anlagen ist das Passwort nicht selten hart in der Hardware, unveränderbar, codiert. Das ist in etwa vergleichbar mit alten Routern oder mit verschiedenen PC-Bios, bei welchen es immer ein Masterpassword gibt, dass immer identisch auf allen Rechnern ist.
Diese ganzen Gefahren holen uns jetzt ein.
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